Schäden, Mängel & Bausubstanz

PCP, Lindan und DDT im Holz? Holzschutzmittel-Belastung sachverständig prüfen

Bis in die 1980er-Jahre wurden Dachstühle, Holzverkleidungen und Balken oft mit Mitteln behandelt, die heute als gesundheitlich bedenklich gelten. Ein unabhängiger Bausachverständiger nimmt vor Ort Material- oder Staubproben, ein akkreditiertes Labor analysiert sie auf Wirkstoffe wie PCP und Lindan. Sie erhalten eine klare Bewertung mit Handlungsempfehlung, im Festpreis von 890 € sind bis zu zwei Laboranalysen enthalten.

  • 890 € Festpreis inkl. USt.
  • Ortstermin deutschlandweit inklusive
  • Unabhängige, qualifizierte Sachverständige
  • Gutachten als PDF in ca. 10 Werktagen

Ihre Vorteile

Laboranalyse inklusive

Bis zu zwei Material- oder Staubproben werden in einem akkreditierten Labor auf typische Holzschutzmittel-Wirkstoffe analysiert. Die Kosten dafür sind im Festpreis bereits enthalten, weitere Proben nach Absprache.

Gesundheitsrisiko eingeordnet

Der Sachverständige bewertet die Laborwerte im Zusammenhang mit Nutzung und Lage der belasteten Bauteile. Sie erfahren, ob ein Wohnraum oder ein ungenutzter Dachboden betroffen ist und wie dringlich Maßnahmen sind.

Sicherheit bei Kauf und Ausbau

Vor dem Kauf eines älteren Hauses oder dem Ausbau des Dachgeschosses wissen Sie, ob belastete Hölzer behandelt, abgedeckt oder entfernt werden müssen und welche Fachfirma dafür infrage kommt.

Wann Sie es brauchen

Holzschutzmittelgutachten: typische Anlässe

Dachgeschossausbau im Altbau

Der alte Dachstuhl soll zu Wohnraum werden. Vorher sollte geklärt sein, ob Sparren und Balken mit Holzschutzmitteln behandelt wurden, die später in die Raumluft ausgasen können.

Kauf eines Hauses der 1960er bis 1980er

In dieser Zeit waren Holzschutzmittel mit PCP und Lindan verbreitet, auch in Innenräumen. Das Gutachten zeigt vor der Kaufentscheidung, ob eine Belastung vorliegt.

Holzverkleidungen im Innenraum

Wand- und Deckenpaneele aus Holz wurden früher oft behandelt. Wer dort wohnt oder Kinder hat, möchte wissen, ob von den Oberflächen eine Belastung ausgeht.

Auffälliger Geruch oder Beschwerden

Treten ein chemischer Geruch oder Beschwerden in bestimmten Räumen auf, kann die Prüfung der Hölzer helfen, eine mögliche Quelle einzugrenzen oder auszuschließen.

Vor Rückbau oder Entsorgung

Behandeltes Altholz muss je nach Belastung gesondert entsorgt werden. Eine Analyse vor Abriss oder Umbau schafft Klarheit für Entsorgung und Arbeitsschutz.

Im Festpreis enthalten

Leistungsumfang

  • Ortstermin mit Begutachtung von Dachstuhl, Balken und Holzbauteilen
  • Sichtprüfung auf Hinweise früherer Holzschutzbehandlungen
  • Entnahme von bis zu 2 Material- oder Staubproben
  • Laboranalyse in einem akkreditierten Labor, z. B. auf PCP, Lindan und DDT
  • Bewertung der Ergebnisse im Hinblick auf Nutzung und Exposition
  • Empfehlungen zu Reinigung, Abschottung, Behandlung oder Austausch
  • Hinweis, ob weitere Proben oder eine Raumluftmessung sinnvoll sind
  • Gutachten mit Laborbericht als PDF, bei Rückfragen kostenfrei ergänzt

Das erhalten Sie

Sie erhalten ein schriftliches Holzschutzmittelgutachten mit Probenahmeprotokoll, Laborbericht, Bewertung der gemessenen Gehalte und konkreten Empfehlungen, wie mit den belasteten Bauteilen umzugehen ist.

So läuft es ab

  1. 1Online beauftragen und sicher über Stripe bezahlen.
  2. 2Im Onlinebereich Situation, gewünschtes Ergebnis und Unterlagen erfassen.
  3. 3Ortstermin mit dem Sachverständigen zu Ihrem Wunschtermin.
  4. 4Gutachten als PDF erhalten – Rückfragen kostenlos.

Welche Holzschutzmittel sind gefährlich?

In älteren Gebäuden finden sich vor allem Rückstände von Pentachlorphenol (PCP) und Lindan, in Gebäuden der ehemaligen DDR auch DDT-haltige Mittel. Diese Wirkstoffe wurden gegen Insekten- und Pilzbefall eingesetzt und teils großflächig auf Dachstühle, Holzdecken und Verkleidungen aufgetragen, häufig auch in Innenräumen.

PCP darf in Deutschland nach der PCP-Verbotsverordnung seit Ende der 1980er-Jahre nicht mehr hergestellt und verwendet werden. Die bereits behandelten Hölzer sind aber vielfach noch im Gebäude. Die Stoffe sind schwer abbaubar und können über Jahrzehnte aus dem Holz ausgasen oder sich an Hausstaub binden.

Ob eine Belastung vorliegt, lässt sich weder am Geruch noch an der Farbe sicher erkennen. Gewissheit bringt nur eine Laboranalyse von Material- oder Staubproben, wie sie im Holzschutzmittelgutachten enthalten ist.

Ablauf: Probenahme, Laboranalyse und Bewertung

Beim Ortstermin verschafft sich der Sachverständige einen Überblick über die Holzbauteile, ihr Alter, ihre Lage und Hinweise auf frühere Behandlungen wie Verfärbungen, Ausblühungen oder Bohrlöcher. Danach legt er fest, an welchen Stellen Proben am aussagekräftigsten sind.

Entnommen werden je nach Fragestellung Bohrmehl- oder Spanproben aus dem Holz oder Staubproben aus den Räumen. Im Festpreis sind bis zu zwei Proben inklusive Analyse in einem akkreditierten Labor enthalten. Sind mehr Proben sinnvoll, etwa bei mehreren Bauabschnitten, stimmen wir den Umfang vorher mit Ihnen ab.

Im Gutachten werden die Laborergebnisse eingeordnet: welche Wirkstoffe in welcher Menge, in welchen Räumen und mit welcher Relevanz für die Nutzung. Daraus leitet der Sachverständige ab, ob und welcher Handlungsbedarf besteht.

Belastetes Holz sanieren: Möglichkeiten und typische Fehler

Je nach Belastung und Nutzung reicht das Spektrum der Maßnahmen von gründlicher Reinigung und Staubentfernung über das Abschotten belasteter Hölzer mit geeigneten Beschichtungen oder Verkleidungen bis zum Abbeilen der Oberfläche oder dem Austausch einzelner Bauteile. Ein Dachstuhl muss deshalb nicht automatisch ersetzt werden.

Ein häufiger Fehler ist das Abschleifen ohne Schutzmaßnahmen. Dabei werden belastete Stäube im ganzen Haus verteilt. Ebenso problematisch ist es, einen Dachboden ohne vorherige Prüfung auszubauen und belastete Hölzer in einen beheizten Wohnraum einzubeziehen.

Für den heutigen Holzschutz gilt DIN 68800, die baulichen Maßnahmen Vorrang vor chemischen gibt. Bei einer Sanierung sollten belastete Altbauteile fachgerecht behandelt und gegebenenfalls getrennt entsorgt werden. Das Gutachten zeigt, welche Variante in Ihrem Fall angemessen ist.

Preisvergleich

Bei Schadstoffuntersuchungen werden Laboranalysen am Markt häufig getrennt vom Gutachten abgerechnet, sodass sich der Gesamtpreis erst nach der Probenahme ergibt. Bei Kallang zahlen Sie 890 € Festpreis inklusive 19 % Umsatzsteuer, Ortstermin, Anfahrt und bis zu zwei Laboranalysen.

Bei Kallang: 890 € Festpreis inkl. USt. und Anfahrt.

Rechtsgrundlage

Herstellung und Verwendung von PCP sind in Deutschland durch die PCP-Verbotsverordnung untersagt. Für den heutigen Holzschutz ist DIN 68800 maßgeblich, die baulichen Maßnahmen Vorrang vor chemischem Holzschutz einräumt.

Vorbereitung

Diese Unterlagen helfen dem Sachverständigen

Nach der Bestellung erfassen Sie im Onlinebereich Ihre Situation, das gewünschte Ergebnis und alle Angaben zum Objekt. Unterlagen laden Sie dort hoch – was fehlt, kann nachgereicht werden.

  • BaubeschreibungAngaben zu verwendeten Hölzern und Holzschutz beim Bau, falls vorhanden.
  • Rechnungen früherer HolzschutzbehandlungenZum Beispiel Schädlingsbekämpfung, Imprägnierung oder Anstriche mit Produktnamen.
  • Grundrisse und DachschnittZum Markieren der Räume mit Holzbauteilen.
  • Frühere Mess- oder LaborberichteErgebnisse früherer Raumluft- oder Materialuntersuchungen.

Holzschutzmittelgutachten beauftragen

890 € Festpreis inkl. USt., Ortstermin und Anfahrt. Bestellen, Situation schildern, Gutachten erhalten.

Holzschutzgutachten sichern und gesund wohnen

Häufige Fragen

Holzschutzmittelgutachten: Fragen und Antworten

Was kostet ein Holzschutzmittelgutachten?

Das Holzschutzmittelgutachten kostet bei Kallang 890 € Festpreis inklusive 19 % Umsatzsteuer. Enthalten sind Ortstermin inklusive Anfahrt deutschlandweit, die Entnahme von bis zu zwei Material- oder Staubproben, deren Analyse in einem akkreditierten Labor und das schriftliche Gutachten. Zusätzliche Proben stimmen wir vorab mit Ihnen ab.

Wie lange dauert es bis zum Ergebnis?

Das fertige Gutachten erhalten Sie in der Regel innerhalb von 10 Werktagen nach dem Ortstermin, die Laboranalyse ist in diesem Zeitraum bereits enthalten. Den Termin für die Probenahme stimmen wir nach Ihrer Bestellung mit Ihnen ab.

Wie läuft die Untersuchung ab und was muss ich vorbereiten?

Nach der Online-Bestellung beschreiben Sie im persönlichen Onlinebereich, welche Holzbauteile betroffen sind und wie die Räume genutzt werden, und laden Unterlagen hoch. Hilfreich sind Baubeschreibungen, Rechnungen früherer Holzschutzbehandlungen und Fotos von Dachstuhl und Verkleidungen. Bitte sorgen Sie dafür, dass der Dachboden beim Ortstermin zugänglich ist.

Wird das Gutachten von Verkäufer, Vermieter oder Gericht akzeptiert?

Das Gutachten eines unabhängigen, qualifizierten Bausachverständigen stützt sich auf Werte eines akkreditierten Labors und ist damit gut nachvollziehbar. Sie können es Verkäufer, Vermieter, Käufer oder Versicherung vorlegen und in Verhandlungen oder ein Gerichtsverfahren einbringen. Ob ein Gericht zusätzlich einen eigenen Sachverständigen beauftragt, entscheidet es selbst.

Sind behandelte Holzbalken immer gesundheitsschädlich?

Nicht zwangsläufig. Entscheidend sind Wirkstoff, Konzentration, Lage und Nutzung. Ein belasteter Dachstuhl in einem ungenutzten, gut belüfteten Dachboden ist anders zu bewerten als Holzverkleidungen im Kinderzimmer. Deshalb bewertet das Gutachten nicht nur die Laborwerte, sondern auch, wie Bewohner mit den Bauteilen in Kontakt kommen.

Kann ich die Kosten für das Gutachten steuerlich absetzen?

Bei vermieteten Objekten sind die Kosten regelmäßig als Werbungskosten abziehbar. Bei selbst genutztem Wohneigentum kommt ein Abzug nur in Ausnahmefällen in Betracht, etwa wenn eine konkrete Gesundheitsgefährdung nachgewiesen wird und eine außergewöhnliche Belastung vorliegt. Ob das für Sie gilt, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.

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